Mein Traum vom Schreiben in einem Garten am Meer

Mein Leben lang hatte ich immer diesen Traum vom Schreiben – oder besser gesagt: in meinem (zukünftigen) Garten am Meer zu sitzen und zu schreiben. Fast schon egal, was; hauptsächlich Romane, Essays, glaube ich. Einfach Geschichten erzählen, mit Worten spielen, neue Gedanken zur Welt bringen.

Ein schöner Traum, der nur einen Haken hat: Ich schreibe nicht. Natürlich bringe ich regelmäßig Worte aufs Papier (oder auf den Bildschirm), viele sogar, aber sie sind weder literarisch wertvoll noch authentischer Ausdruck meines Innersten.

Aber wäre Schreiben wirklich mein Traum, dann müsste ich mir doch seit meiner Jugend schon die Seele aus dem Leib schreiben. Aber ich schreibe einfach nicht. Irgendwann habe ich meinen Traum tatsächlich als malerische, aber leere Fluchtfantasie abgehakt, die einfach nur einer romantischen Idee der Schriftstellerei nachhängt.

Und doch lässt mich das Schreiben nicht los. Da war und ist eine Stimme in mir, die gehört werden will, Geschichten erzählen will, die Welt verändern will – oder einfach nur spielen will. Wenn es sein muss, auch ohne eine Immobilie in bester Lage. Denn womöglich ist es dieses Luftschloss in Form des Gartens am Meer, dank dem ich mir bisher die eigentliche Frage nicht stellen musste: Warum schreibe ich nicht?

Deshalb nun also dieser Blog, so unverbindlich und frei wie öffentlich und verpflichtend. Hier werde ich endlich schreiben. Auch wenn es vielleicht schwer fallen sollte. Dabei kann ich mich auch gleich mit der Frage auseinandersetzen, warum ich mir selbst so im Weg stehe, wenn es darum geht das zu tun, wonach ich mich sehne.

Ich bin selbst gespannt, wohin mich das führen wird – und wenn dieser Weg irgendwann zu einem Garten am Meer abzweigt, umso besser.

Foto: David Barrie

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