Lesenswertes

Ich habe hier mehrere angefangene Artikel, alle zu etwa 80% fertig; aber es sind ja bekanntlich die letzten 20%, die 80% der Zeit kosten. Und es bringt leider nichts, einfach 80% als „gut genug“ zu bezeichnen, denn schnell werden die zu den neuen 100% und man hat das gleiche Problem wie davor. Der Teufel steckt nun einmal im Detail.

Doch glücklicherweise habe ich während meiner Sommerpause und in den letzten Wochen ein paar sehr interessante Artikel rund um die Themen neues Arbeiten, weiblicher Erfolg und Persönlichkeitsentwicklung gefunden, die ich euch nicht vorenthalten will:

Die neue Art der Arbeit

Was gerade durch die Presse geht ist ein Experiment in Göteborg, bei dem in einem Altersheim ein Sechs-Stunden-Arbeitstag eingeführt wurde, und zwar ohne Lohnkürzungen. Die Idee ist, dass weniger gestresste Arbeitskräfte besser und effizienter arbeiten, weniger oft wechseln und zufriedener sind. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend, aber es muss sich noch zeigen, ob dieses Modell auch wirtschaftlich nachhaltig ist.

Aber ein Umdenken ist auf jeden Fall nötig: In Work Hard, Live Well reagiert Dustin Moskovitz, einer der Gründer von Facebook, auf die extrem hohe Burn-out-Rate in der IT-Branche und stellt den Glauben in Frage, dass mehr Arbeit gleichbedeutend ist mit mehr Erfolg (und umgekehrt).

Dass ein furchtbarer Job auch eine Chance sein kann, darum geht es in Die nackte Wahrheit: Wie mein Job mein Leben ruiniert hat. Und gerettet.

Ich kann die ganzen Produktivitätstipps, mit denen man noch höher, schneller, weiter arbeiten soll, inzwischen nicht mehr sehen. Da kommt dieser Artikel von Carina gerade recht: Vergiss Zeitmanagement! Fang an, Deine Energie zu managen!

Etwas, mit dem ich mich seit kurzem näher beschäftige, ist die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens. Eine Befürchtung, die in diesem Zusammenhang immer wieder geäußert wird, ist die, dass mit einer Grundabsicherung niemand mehr richtig arbeiten würde. Edition F meint dazu: Warum das bedingungslose Grundeinkommen nicht das Ende der Arbeit bedeutet

Frauen und Erfolg

Vielleicht stammen die manchmal etwas radikalen Ansichten von Jen Dziura daher, dass sie Amerikanerin ist, aber das heißt nicht, dass ihre Ratschläge nicht auch für Europäerinnen relevant sein können: What Lean In Gets Wrong: How I Balance a Career, Marriage, and Parenthood

Man kann von den ganzen Selfies der Internet-Sternchen halten was man will – Selbstvermarktung ist ein Erfolgsfaktor, der gerade von Frauen noch zu sehr vernachlässigt wird, findet Amy Odell in Why Women Should Embrace Self-Promotion

Auf der Suche nach der nächsten Lieblingsserie? TV-Serien als Karriere-Ratgeber: Wie sich Frauen an die Spitze kämpfen

Persönlichkeitsentwicklung

Nicht nur für Frauen wichtig: 40 Hobbies For Women To Strengthen Your Brain And Body

Eigentlich sind alle Artikel auf myMONK empfehlenswert, Die 9 Stufen persönlicher Entwicklung hat bei mir aber zu besonders vielen Aha-Momenten geführt (ich bin aber pessimistischer und denke, dass der große Teil unserer Gesellschaft schon auf Stufe 4 hängenbleibt).

Ein wirklicher Augenöffner: Self-sabotage doesn’t exist, sagt Nisha Moodley – und ich finde sie hat recht!

Eine Erinnerung daran, bei Treffen mit Freunden das Smartphone lieber in der Tasche zu lassen: Stop Googling. Let’s Talk.

Und als Abschluss hat Marie Forleo auf die Frage „Wie lege ich mir als sensibler Mensch eine dickere Haut zu?“ einen nicht allzu oft gehörten Rat:

Sensitivity is a sign of strength. It’s not about toughening up, it’s about smartening up.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.